Biochemischer Teufelskreis als Ursache chronischer Zivilisationserkrankungen
Die Entdeckung des Zusammenhangs zwischen nitrosativem Stress und chronischen Multisystemerkrankungen geht auf die biochemischen Forschungen der letzten 15 bis 20 Jahre zurück und wurde besonders durch Prof. Martin L. Pall, Institut für Molekularbiologie an der Washington State University , sowie hier-zulande durch die hervorragenden Arbeiten und Veröffentlichungen des Internisten und Umweltmediziners, Doz. Dr. med. Bodo Kuklinski, zur Kenntnis gebracht.
Definition
Unter chronischem, nitrosativem Stress versteht man die vermehrte Bildung von iNO (induzierbarem Nitritoxid) und seinem weit aggressiveren Metaboliten Peroxinitrit. Der dabei entstehende, biochemische Circulus vitiosus, Prof. Pall nannte ihn den NO/ONOO-Zyklus, der komplexe, zellschädigende Reaktionen zur Folge hat, kann durch verschiedene, nur kurz einwirkende, Stressoren ausgelöst werden. Selbst dann, wenn diese Auslöser längst abgebaut sind, bleibt dieser „biochemische Teufelskreis“ bestehen und erklärt damit die Tatsache chronisch verlaufender Erkrankungen , wie z.B. das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS), die Fibromyalgie (FM) und viele andere mehr.
Unabhängig davon gibt es physiologische Formen des NO mit sehr wichtigen Funktionen :
- Neuronales NO (nNO) – wichtiger Neurotransmitter
- Endotheliales NO (eNO) – Transmitter für Gefässerweiterung
- Induzierbares NO (iNO) – Immunregulator
- Mitochondriales NO (mNO) – Stoffwechselregulator für Synthese, Proliferation und Apoptose
Auslöser für Nitrosativen Stress
Gesichert sind :
- virale, bakterielle und parasitäre Infektionen
- physische Traumata, besonders im Bereich des Halses und Kopfes
- schwere psychische Traumatisierungen
- toxische Belastung mit diversen Umweltgiften und Chemikalien (Insektizide, Pestizide, Lösemittel etc.)
Verstärkende Faktoren:
- starke geistige und körperliche Belastung
- bakterielle und Virale Infekte
- Psychostress
- nitratreiche Ernährung (geräucherte Nahrungsmitel, mit Kunstdünger belastete Nahrungsmitel)
- Medikamente (Antibiotika, Statine, Nitrate, Potenzmittel ,Arginin, Herzmittel wie Enalapril etc.)
- Instabilität der HWS
- kohlenhydratreiche Ernährung
Auswirkungen
- Blockade wichtiger Enzyme in den Mitochondrien (Citratyzklus, Atmungskette), die für die Produktion der Zellenergie (ATP) verantwortlich sind. (FeS-haltige und Fe-haltige Enzyme., Aconitase, 7-alpha-Hydroxylase ).
- Vermehrte intrazelluläre Säurebildung (Laktazidose Typ II) mit weiterer Inaktivierung verschiedener Enzyme. Der Zwang zur Aktivierung der aeroben Glykolyse, einem Art „Notstromaggregat“, das allerdings nur 1/16 der üblichen ATP-Menge liefern kann, erhöht das Risiko der Entwicklung von Krebserkrankungen.
- Vermehrter oxidativer Stress (Bildung von Sauerstoffradikalen) mit sekundären Schäden der Zellkern-DNS, mitochondrialen DNS, und anderen Zellbestandteilen.
- Cholesterinerhöhung durch Hemmung der hepatischen 7-alpha-Hydroxylase.
- Aktivierung des Immunsystems mit sekundären, aseptischen Entzündungen im Bereich der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder und der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen.
- Aktivierung diverser Rezeptoren des Zentralnervensystems (NMDA-und Vanilloid-Rezeptoren) mit sekundären neurologischen, psychischen und vegetativen Symptomen.
- Abbau von – und dadurch Mangel an – diversen Vitaminen (Vitamin C, B1, B2, B5, B6, Vitamin E, Vitamin D, Folsäure,) Mineralien und Spurenelementen (Selen, Magnesium, Zink).
- Hemmung der Synthese von physiologischem, neuronalen und endothelialen NO und Anstieg des assymmetrischen Dimethylarginins, damit erhöhtes Gefässerkrankungs- und Hypertonierisiko, sowie Störung zentralnervöser Funktionen.
- Peroxinitrit nitrosiert aromatische Aminosäuren und oxidiert SH-Gruppen. Es wirkt hochgradig neurotoxisch durch irreversible Hemmung der Mitochondrienfunktion!
- Störungen des Katecholamin-, Melanin-, Tyrosin-, Tryptophan- und Phenylalaninstoffwechsels.
All diese verschiedenen biochemischen Prozesse sind miteinander vernetzt und verstärken sich gegenseitig. So stimuliert das besonders schädliche Peroxinitrit jene Enzyme (Nitritoxidsynthasen) die wiederum zu einer vermehrten Bildung von Nitritoxid führen, jenem Stickstoffradikal, aus dem Peroxinitrit gebildet wird. Dies erklärt die Aufrechterhaltung eines chronisch fortbestehenden, „biochemischen Teufelskreises“, der in nahezu allen Zellen des Körpers aktiviert werden kann.
Dies macht auch verständlich, dass bei diesen Erkrankungen viele verschiedene Organe und Organsysteme – daher der Begriff Multisystemerkrankung – gleichzeitig gestört, beziehungsweise krankhaft verändert sind.
Symptome
- Gedächtnis und Konzentrationsstörungen
hohe NO Spiegel im Gehirn, Energiemangel, NMDA-Aktivierung - Müdigkeit, frühzeitige Erschöpfung
Energiemangel des ZNS durch NO, Peroxinitrit und Superoxiderhöhung - chronische Schmerzen
Folge des NO/ONOO-Zyklus im ZNS und Rückenmark - Ängstlichkeit, Panikattacken
excessive NMDA-Aktivität in Amygdala, path. PET-Scan wegen gestörter Glucoseaufnahme, vermind. Blutfluss durch NO und ONOO-Wirkung - Störung der Immunfunktion
Cytokinaktivierung, oxid. Zellschäden, bes. durch erhöhte Superoxidbildung - Depression
erhöhtes NO mit Störung der Serotoninsyntheseund Serotonin-Antikörper-Bildung - Schlafstörungen
Cytokinerhöhung, Störung der Melatoninsynthese - Hypotone Kreislaufdysregulation
NO-bedingte Gefässerweiterung und NO bedingte Störung der autonomen Inervation - Irritationen des Magendarmtraktes
Effekte von NO und Vanilloid-Rezeptoraktivierung - Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Peroxinitrit bedingte Durchlässigkeitserhöhung der Darmschleimhaut - Hypoglykämien
Blockade des Citratcyklus, gestörte Adrenalinproduktion - Störungen des Hormonhaushaltes
Achse Hypothalamus-Hypohyse-NN ist durch NO/ONOO- Zyklus gestört, Hemmung der Steroidhormonsynthese durch NO
Dieser Symptomenkomplex tritt in unterschiedlicher Verteilung und weißt darum eine sehr differente, klinische Symptomatik auf, was bisher die diagnostische Einordnung erschwerte. Letztendlich erklärt sie sich aber als Folge der beschriebenen Mitochondriopathie, die alle Organsysteme in individuell wechselnder Intensität erfassen kann.
Besonderheiten bei der Fibromyalgie (FM)
Die FM ist in ca 50 % der Fälle mit einem CFS (Chronic Fatigue Syndrome) und umgekehrt vermischt.
Häufig ist sie die Folge eines HWS- oder Schädeltraumas, bakterieller oder viraler Infektionen, extremen Psychostresses (sex. Missbrauch, Kriegserlebnisse etc.) oder einer vorbestehenden Autoimmunerkrankung. Die Einwirkung des NO/ONOO-Zyklus und des gleichzeitig erhöhten oxidativen Stresses auf den Thalamus, das dorsale Hinterhorn des Rückenmarks und periphere Nociceptoren durch veränderte NMDA- und Vanilloid-Rezeptoraktivität, bei gleichzeitig mangelnder Aktivität hemmender Neuronen kann den wechselnden und teilweise extremen Schmerz erklären. Hinzukommen die entzündlichen, durch Cytokin- und Mastzell-Aktivierung ausgelösten Phänomene.
Besonderheiten beim CFS-Syndrom (CFS)
Auch hier muss auf in ca. 50 % der Fälle gleichzeitig vorhandene Symptome einer FM hingewiesen werden.
Im Vordergrund auslösender Stressoren stehen :
- virale Infektionen (Ebstein Barr, Coxsackie, Varicella zoster, Herpes Simplex, Parvovirus etc.)
- bakterielle Infektionen
- Toxoplasmose, Borrelliose
- Exposition mit Kohlenmonoxid (CO)
- physische Traumata
- Pestizid- und Insektizid-Belastung
- schwere psychische Traumatisierung oder Stress
- Im Serum:
Nitrotyrosin , S-100, Coenzym Q 10, Carnitin, DNS-Oxidation, proinflammatorische Cytokine (IL-1ß,IL-6,IL-8,IL-12,TNF-Alpha, IFN-Gamma), Laktat-/Pyruvat-Ratio, Neopterin - Im Urin:
Nitrophenylessigsäure, Citrullin, Methylmalonsäure, Neopterin
- Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente)
- Glutathionsystem, Cystein, Thiole
- Neurotransmitter wie Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin, Melatonin, GABA und Cortisol, evtl. Glutamat
- Hormonstatus (Testosteron, Östradiol etc.)
- Fettsäurestatus, Aminosäurestatus und gegebenenfalls der zelluläre Immunstatus
- Umweltanalytik: Insektizide, Fungizide, PCB, etc, Schwermetallanalytik
- evtl. Genanalytik: Ausschluss eines genetischen Enzympolymorphismus (Cytochrom P 450 Familie, GST, NAST)
-
- nitrit- oder nitrathaltige Nahrungsmittel (Blatt- und Wurzelgemüse im Winter, Eisbergsalat und Feldsalat)
- Verunreinigungen in Salzen
- geräucherte Nahrungsmittel
- Tabak- und Tabakrauch
- mit Stickstoffdünger belastete Nahrungsmittel, stattdessen solche aus kontrolliert biologischem Anbau
- unverträgliche Nahrungsmittel
- Glutamat und Aspartat als Nahrungsmittelzusätze
- kohlenhydratreiche Ernährung (max. 20 % KH, dafür 50-60% Fett und 20-30% Proteine)
- Kosmetika
- Trockenmilch
- Medikamente wie: Antibiotika (Tetrazykline, Erythromycin, Amoxicillin, Trimethoprim), Statine, Zytostatika, platinhaltige Medikamente, Langzeitnitrate, Arginin, Potenzmittel, Cyclosporin, Antihypertonica wie Enalapril und viele mehr
- extremer Psychostress
- Körperliche Belastungen (Jogging oder Fitness-Center sind kontraindiziert)
- 1. Vitamin B12
am besten als Hydroxycobalamin (Vitamin B12 Depot Pascoe Amp a 1500ug), ist ein Scavanger von NO und ONOO. Intramuskuläre Injektionen sind der oralen Applikation unbedingt vorzuziehen, da gerade bei älteren Patienten Resorptionsstörungen häufig sind und weit höhere Dosierungen als üblich, nämlich 10 - max. 20 mg/Woche erforderlich sind, um den intrazellulären Vit.B12 Mangel, der durch erhöhte Methylmalonsäure-Spiegel im Urin, bei normalem Serum B12 Spiegel, nachgewiesen werden kann, auszugleichen und die Stickoxid-und Peroxinitrit-Radikale zu neutralisieren.
Dosierung : 3 x 1-3 Amp./Woche i.m und mehr - 2. alpha-Liponsäure
ein hochwirksames Antioxidans, Scavenger ( Fänger) von Peroxinitrit, freien Radikalen, Superoxid, Peroxylradikalen und tox. Schwermetallen.
Dosierung : Einleitend 600 mg als Kurzinfusion über 30 Minuten , danach oral 600 mg/ Tag - 3. Glutathion
das bedeutendste Antioxidanz und Reduktionsmittel, das zudem in Form der Glutathion-Tranferasen entscheidend zur Entgiftung von Medikamenten und Xenobiotica (tox. Fremdstoffen) beiträgt. Sehr häufig lässt sich Glutathionmangel als Zeichen einer Verbrauchsreaktion bei erhöhtem Oxidativen und Nitrosativem Stress nachweisen. Es hemmt die Aktivität von NF-kappa B, einem Transskriptionsfaktor, der durch COX-2- und Prostaglandin E2-Aktivierung zu aseptischen Entzündungen, zu vermehrter Zellproliferation und zum programmierten Zelltod, der Apoptose, führen kann.Je nach Erkrankungsbild zunächst intravenös, später i.m. (Tationil® Fa. Roche-Italien). Sehr effektiv z.B auch beim Parkinsonsyndrom und anderen neurodegenerativen Erkrankungen !
Dosierung : 600-1200 mg 3-5 x / Woche , danach 1-2 x wöchentlich i.m. Von oralen Präparaten wird wegen unsicherer Resorption eher abgeraten. - 4. Bioflavonoide
hochpotente antioxidativ wirkende Pflanzenfarbstoffe , die bakterizide und viruzide Wirkung haben. Über 1000 verschiedene dieser Farbstoffe sind bekannt. Bes. wirksam sind die Anthocyane (Rote Beete), die bei der FM mitunter sehr hilfreich sind, Weiter Gingko-Extrakt, Citrusflavonoide, Quercetin, Hesperidin, Rutin,und viele mehr. Sie reduzieren die NF-kappa B Aktivität, schützen Vitamin C und andere AO vor der Oxidation und erhöhen so deren antioxidative Wirkung um den Faktor 30 - 50! Sie haben eine gefässabdichtende und kapillarerweiternde Wirkung und sind deshalb bei der AMD (altersbedingte Makuladegeneration) mit Erfolg einsetzbar. Die Flavonoide aus Grünem Tee neutralisieren Peroxinitrit, Stickoxid und Superoxid!
Dosierung : Je nach Präparat 500- 6000 m /Tag. Grünen Tee ,1-2-Liter/Tag, trinken! Wegen Ihrer kurzen HWZ in 3-6 Portionen/Tag - 5. Cystein
zusammen mit Glycin und Glutamin ist diese Aminosäure Grundbaustoff des Glutathion. Wirkt durch seine SH-Gruppe antioxidativ und bindet Schwermetalle. Erhöht die Produktion von Glutathion. Wird in Form von ACC zur Schleimlösung angewandt.
Dosierung : Oral 1-2 x ACC 600 ret/Tag . (Cave Übelkeit und Magenunverträglichkeit ) oder 1 - 3 AMP a 300 mg i.v 3 x/Woche. - 6. Curcumi
ein den Bioflavonoiden ähnliches, polyphenoles Antioxidans. Reduziert NF-kappa B Aktivität, stimuliert die Synthese von red. Glutathion und ist ein potenter Fänger von Peroxinitrit. Kann wie die Superoxiddismutase (SOD) Superoxid neutralisieren.
Dosierung : 1- 3 x Curcuma 500 mg/Tag (Fairvital Holland) - 7. Vitamin B6
wichtiger Cofaktor der Glutamatdecarboxylase, die den aktivierenden Neurotransmitter (NT) Glutamat in den hemmenden NT GABA (Gamma-Aminobuttersäure) umwandelt. Bei erhöhter NMDA-Aktivität durch iNO- und Peroxinitrit-Stimulation ensteht eine erhöhte Glutamatbildung, die durch erhöhten Calciuminflux bis zur Zellapoptose führen kann. Vitamin B6 kann die Neurone vor dieser zerstörenden Wirkung des Glutamat durch Anhebung der GABA-Synthese schützen. Bei oraler Anwendung ist es besser, das Pyridoxal-Phosphat zu benutzen, da dieses nicht durch die Magensäure zerstört wird und deswegen deutlich wirksamer ist als Pyridoxin. - 8. Vitamin B2
Riboflavin aktiviert sowohl den Kohlenhydrat- Eiweiß- und Fett-Stoffwechsel und es damit dem Energiedefizit bei Nitrosativem Stress entgegen. Es ist wichtiger Co Faktor der Glutathion-Reduktase und erhöht somit den Spiegel an reduziertem Glutathion. Von besonderer Bedeutung ist die Synthese einer Falvinabhängigen Flavoproteinmono-Oxygenase, die Xenobiotica, Insektizide und Medikamente aus ihrer Zell-Bindung lösen kannund trägt somit entscheidend zur Entgiftung dieser ansonsten biologisch nicht abbaubaren Stoffe bei.
Dosierung: 2 x 3 Tabl. Vitamin B2 100 mg (Fairvital Holland) - 9. Folsäure
erzählt die Peroxinitrit-Bildung durch Verminderung der NOS-abhängigen Superoxidsynthese. Es kann besonders bei Patienten mit Formaldehydbelastung hilfreich sein, da es Formaldehyd neutralisiert. Da es gleichzeitig den Homozysteinspiegel, eine stark neuro-toxische und gefässaggressive Aminosäure, senkt, wirkt es neuroprotektiv und schützt Gefäße vor der Entwicklung einer Arteriosklerose. - 10. Magnesium
senkt die Aktivität der NMDA Rezeptoren. Signifikante Verbesserungen bei CFS + FM. Hier vor allem Schmerzreduktion. Es ist essentiell für die Funktion von über 300 Enzymen und wird bei Stress vermehrt über die Nieren ausgeschieden. - 11. Taurin
ein aus der Aminosäure Cystein vom Körper selbst hergestellte antioxidative Aminosäure mit immunstärkender Wirkung. Die Behauptung mancher „Fachleute“, man müsse sie deswegen nicht als NEM (Nahrungsergänzungsmittel) zuführen ist unsinnig, denn man übersieht die Tatsache, dass man bei 70-90 % der Untersuchten einen, manchmal erheblichen, Cysteinmangel (siehe Punkt 5) vorfindet! Taurin senkt den intrazellulären Calciumspiegel und damit die vermehrte NO-Bildung.
Dosierung: 3 x 500 mg und mehr (Fairvital Holland) - 12. Melatonin
eines der herausragenden, antioxidativ und neuroprotektiv wirkenden Hormone ist das Melatonin, das in pharmakologischen Dosen gegeben (bis zu 5 mg/kg Körpergewicht) Zellen vor der Apoptose schützt (Rocchitta Univ. of Sassari Italy 2006), ROS neutralisiert und noch dazu durch Genaktivierung zu einer vermehrten Produktion von antioxidativen Enzymen wie GSH,SOD und Catalase führt. (Rodriguez 2004). Melatonin neutralisiert das gefährliche Hydroxylradikal, Peroxinitrit, NO, Superoxidanion, Carbonate und vereinzelte organ. Radikale . Es schützt Complex I und IV der Atmungskette und erhöht damit die ATP-Produktion. Es ist nachweislich wirksam bei Alzheimersyndrom, Parkinsonsyndrom, Schlaganfall und ALS.
Dosierung: Gibt man es als Antioxidans und nicht nur als schlafanstossende Medikation, wo 3-5 mg genügen, sind Dosierungen bis zu 300 mg als Supp., abhängig vom Erkrankungsbild, ohne Nebenwirkungen möglich. (Univ. Göttingen und Max Planck Institut Göttingen). - 13. Vitamin C
oder Ascorbinsäure, eines der zentralen Antioxidantien mit einer Vielzahl wichtiger weiterer Funktionen. Trägt, in richtiger Dosis gegeben, durch direkte Bindung der meisten Chemikalien wesentlich zur Entgiftung der Substanzen (Xenobiotica – z.b. Insektizide) bei, die Nitrostress auslösen können. (einschleichende und individuelle Dosierung, sowie ärztliche Überwachung erforderlich). Reduziert bewiesenermassen die Herzinfarktrate, die Rate an Magenkrebs und anderen Krebsformen sowie die an Glaukom und Linsentrübung, hilfreich bei Parkinsonscher Erkrankung und vielem mehr. Als Infusion in hoher Dosis gegeben isolierte Abtötung von Krebszellen wissenschaftlich belegt! In Kombination mit Bioflavonoiden bei oraler Anwendung um den Faktor 30-50 wirksamer! Auf die natürliche Zubereitung (Extract aus Sagopalme) der Präparate ist zu achten!
Dosierung: 3 x 1 bis max. 3 x 5 g (Fairvital Vitamin C 1000 mg Tabl.) Höhere Dosierung wegen starker Entgiftungsreaktionen nur unter ärztlicher Überwachung! Einschleichender Beginn! Anfangs auch als Infusion (7,5-25 g) sehr hilfreich. Vitamin C ist auch in Höchstdosen völlig atoxisch! - 14. Vitamin E
Sammelbegriff für 4 Tocopherole und 4 Tocotrienole. Hier meist als alpha-Tocopherol vertrieben. Bes. wichtig zur Verhinderung der Lipidperoxidation der Zellmenbranen. Hat entzündungshemmende Wirkung, kann in Hochdosen Diclofenac ersetzen, wirkt ebenso immunstimulierend und neuroprotektiv. Sollte immer in Kombination mit Vitamin C eingenommen werden, da dieses das „radikalisierte“ Vitamin E reaktivieren kann. Kann Anfangsstadien der Arteriosklerose zurückbilden und ist eines der wichtigsten Präventivmedikamente gegen Gefässerkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen!
Dosierung: 1 x1 bis 2 x 3 Kps a 1000 I.E. Nur in Kombination mit Vitamin C und als natürliches
Vitamin E-Präparat (z.B. Mowivit 1000). Zeigt anders als in manipulativer Weise behauptet, auch bei jahrelanger Anwendung in Hochdosierung keine Nebenwirkungen! In Einzelfällen Müdigkeit und Unverträglichkeit des Öles, in dem es gelöst ist (Weizen- oder Soja-Allergie). In einem Fall schwerster Lungenfibrose wurden auch 15.000 I.E./Tag ohne weiteres vertragen und brachten die Erkrankung zum Stillstand! - 15. Selen
wichtiges Spurenelement, das als Bestandteil des Glutathion und der von ihm abgeleitenden Enzyme die Entgiftung toxischer Medikamente und Umweltgifte und Neutralisierung diverser Radikale unterstützt. Bindet toxische Schwermetalle, wirkt immunstimulierend. Aufgrund einer Verarmung unserer Böden (Kunstdünger, Überbewirtschaftung) und wegen des Verbrauches durch vielfältige Toxinbelastungen finden sich weitverbreitet Selenmangelzustände. Hiesige „Normwerte“ sind zu niedrig angesetzt und stammen noch aus den 70er Jahren. Der Serumspiegel sollte bei 200 μg/l liegen! Oral am besten als Selenmethionin, wegen der Kombination mit einer organischen Aminosäure anhaltender wirkend.
Dosierung: Selenmethionin Kps a 200 μg 1 - max. 2/Tag. Serumkontrolle! Kann in zu hoher Dosis lebertoxisch wirken. Anfangs auch als Infusionszusatz (Selenase Amp.) - 16. Zink – Mangan – Kupfer
sehr wichtige Cofaktoren für die Superoxiddismutase (SOD), die Superoxid, ein Radikal das zusammen mit NO Peroxinitrit ergibt! Immer vorherige labor-chemische Serumkontrolle, auch unter Therapie, da erhöhte Blutspiegel kontraproduktiv wirken! Als Zinkorotat oder Manganorotat bzw. Kupergluconat rezeptierbar.
Dosierung: Individuell angepasstes Vorgehen!
Zinkorortat Pos a 40 mg 1 - 3 x 1
Manganorotat a 25 mg 1 - 3 x 1
Kupfergluconat 1 x 1 - 17. Omega-3-Fettsäuren
reduzieren die Freisetzung von iNOS (Nitritoxitsynthase), wirken entzündungshemmend, zellmambranstabilisierend, wirken gegen Herzrhythmusstörungen, schützen vor Gefässerkrankungen , sind wichtig für die geistige Entwicklung von Kindern, haben dementsprechend eine schützende Wirkung gegenüber der Alzheimererkrankung, reduzieren die Schlaganfallhäufigkeit, wirken positiv bei AHDS.
Dosierung : 3 x 1 - 3 Kps a 500 mg und mehr (div. Präp. am Markt). 2 - 3-x/Woche frischer Meeresfisch - 18. Coenzym Q10
ist das Schlüsselenzym im Komplex I der Atmungskette, die die Energie für die Zelle bereitstellt (Ann Neurol. 1997). Somit stabilisiert es die gestörte Atmungskette und wirkt zugleich antioxidativ. Eine Hochdosistherapie mit Coenzym Q 10 von 1200 mg /Tag führte nach 16 Monaten zu 44 % Rückgang an geistigem und körperlichen Abbau bei Parkinsonsyndrom (Arch Neurol 2002). Sinnvoll auch bei Herzinsuffizienz und zwingend erforderlich bei Statintherapie!
Dosierung: 2 x 60 bis 3 x 200 mg (Fairvital Holland) und höher, je nach Erkrankung! - 19. L-Carnitin
transportiert Fettsäuren durch die Mitochondrienmembran und fördert dadurch die gestörte Energie (ATP) Produktion. Wird im Stoffwechsel aus Lysin und Methionin hergestellt und benötigt als Co-Faktoren Vitamin C, B6 , Niacin und Eisen. Bei Mangel an diesen Co-Faktoren kann also auch Carnitin erniedrigt sein. Wird hauptsächlich über Fleisch aufgenommen! Fördert den Fettabbau! Es reduziert die Radikalproduktion und schützt die die Muskulatur vor Schäden bei starken Belastungen!
Dosierung: als Trinklösung (L-Carn) 1 x 1 - 3 Flaschen a 1g. Auch als Ampullen zu i.v. Injektion verfügbar. - 20. NADH – Nikotin-Adenin-Dinukleotid
ist ein wichtiger Energielieferant in der Atmungskette mit antioxidativer Wirkung und kann die pathologisch reduzierte Mitochondrienleistung verbessen. Es liefert die nötigen Redoxäquivalente (Protonen) zur Produktion von ATP. Die Einnahme von 5 – 20 mg NADH führte zu einer deutlichen Besserung der Symptomatik bei 80 % von 885 Patienten mit Parkinsonsyndrom (Birkmayer Institut for PD Therapy, Wien 1993)
Dosierung: 1- 2 x 12 mg/die (NADH Fairvital)
- 1. Vitamin B12
chron. Herde (Zähne!) sollten unbedingt saniert, Chemikalienbelastungen (Sick-Buildingsyndrom) ausgeschaltet werden. Langfristige entgiftende Massnahmen können den nitrosativen und oxidativen Stress entscheidend reduzieren!
Der Ausgleich von häufig vorzufindenen Mangelzuständen an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, Fettsäuren oder Aminosäuren (Kalium, Magnesium, Kalzium, Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, C, E, D, A, Zink, Selen, Kupfer, Mangan, Omega–3-Fettsäuren, Cystein, Carnitin, Coenzym Q 10, Tryptophan und besonders Glutathion) sollte parallel zu einer gezielten Anwendung von Substanzen, die den NO/ONOO-Zyklus runterfahren können, eingeleitet werden. Zu diesen gehören:
Dies Auflistung ist sicher nicht komplett, so können Chlorella-Algen und Bärlauchpräparate (SH-Gruppen) wegen ihrer antioxidativen und gleichzeitigen entgiftenden Wirkung ebenso eingesetzt werden wie die Katzenkralle, eine südamerikanische Pflanze mit hemmender Wirkung auf den Entzündungsmodulator NF-Kappa B und immunstimmulierender Wirkung (steigert die Phagozytoseleistung der Granulozyten und Makrophagen). Das Reservoir an weiteren hilfreichen Naturprodukten ist damit noch nicht erschöpft und wird in der Zukunft durch gezielte Forschung sicher noch erweitert werden.
Im therapeutischen Einsatz kommt es, abhängig von der Beschwerdesymptomatik und Intensität der jeweils vorliegenden Erkrankung, auf eine individuelle Auswahl und eine den Laborbefunden angepasste Medikation an.
Als NO-und Peroxinitrit-Scavanger sollte hochdosierte Vitamin B12, am besten meist kombiniert mit Vitamin B6 und Folsäure intramuskulär injiziert werden. Hinzuzugeben sind Vitamin C, Vitamin E, Alpha-Liponsäure, Omega-3-Fettsäuren und Curcuma. Besonders gute Erfahrungen habe ich mit der intravenösen Anwendung von Glutathion (Tationil®, Firma Roche Italien) gemacht. Sollten zentralnervöse Symptome im Vordergrund stehen, halte ich Melatonin für das potenteste Mittel, immer in Kombination mit anderen Substanzen, die die pathologisch erhöhte NMDA-Rezeptoraktivität herabsetzen können.
Wenn entzündliche Vorgänge im Vordergrund stehen sind besonders jene Substanzen einzusetzen, die die Aktivität von NF-Kappa B herabsetzen: Glutathion, Vitamin B 3, Vitamin B 5, Bioflavonoide, Curcumin und Katzenkralle.
Zur Verbesserung der Mitochondrienfunktion sind einzusetzen: Coenzym Q10, L-Carnitin, Vitamin B2 und NADH.
Nach der jahrzehntelangen Erfahrung US-amerikanischer Ärzte (Dr. Cheney, Dr. Teitelbaum, Dr. Nicolson, Dr. Petrovic), die Prof. Martin L.Pall in seinem Buch „Explaining unexplained Illnesses“ hervorhebt, sind für die typischen Nitrostress-Erkrankungen CFS – FM - MCS und PTDS
(Posttraumatic – Stress - Disorder - Syndrom) mitunter 14 bis 18 verschiedene Substanzen nötig, um einen therapeutischen Durchbruch zu erreichen.Natürlich müssen vorab die oben genannten Einschränkungen beachtet werden, die Ernährung ist konsequent auf sogenannte LOGI-Kost (Low Glykämic Index) umzustellen und körperliche und geistige Belastung den gegebenen Möglichkeiten anzupassen. Besonders wichtig ist es, darauf zu achten, dass Medikamente, die den Krankheitsprozess fördern können, unbedingt gemieden werden.
Die übliche Labordiagnostik ,wie sie von in der Regel über diese Zusammenhänge nicht ausreichend informierten Kassenärzten angeboten wird, ist zur Verhinderung und Therapie der hier aufgelisteten Multisystemerkrankungen völlig unzureichend.
Therapie
Nitrosativer Stress sollte unbedingt einer konsequenten Therapie zugeführt werden, da die Einwirkung von Peroxinitrit zu irrevisiblen Schäden an den Mitochondrien, die maternal (von Müttern auf Ihre Kinder) vererbt werden, führen kann und der NO/ ONOO-Zyklus der Motor für die Entwicklung unterschiedlichster chronischer Zivilisationserkrankungen ist.
Da das Wissen um diese Zusammenhänge noch nicht verbreitet ist, werden die notwendigen Untersuchungen in der Regel nicht durchgeführt und den Patienten werden symptomorientierte Medikamente verschrieben, die nicht selten den biochemischen Teufelskreis noch intensivieren.
In Unkenntnis der Forschungs-Ergebnisse über den geschilderten biochemischen Teufelskreis oder NO/ONOO-Zyklus werden Patienten psychiatrisiert oder mit Verlegenheitsdiagnosen wie „Somatoforme Störung“ unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt.
Die Therapie sollte zunächst alle Faktoren, die zu einer Steigerung des NO/ONOO-Zyklus führen, vermeiden, bezw. ausschalten. Dazu gehören:
-
- Im Serum:
Im Vordergrund steht eine extreme Müdigkeit und stark reduzierte körperliche und psychische Belastbarkeit, ein unerholsamer Schlaf, nicht selten das Auftreten eines Schlaf-Apnoesyndroms,
Kopf- Muskel- und Gelenkschmerzen und typischerweise eine deutliche Symptomintensivierung nach stärkeren, körperlichen Belastungen, auch deswegen, weil die üblicherweise belastungsbedingte Cortisol- und Adrenalin-Auschüttung unzureichend ist.
Besonderheiten bei der Multiplen Chemikalien Sensitivität (MCS)
Dieses Syndrom wird häufig durch die hochdosierte Belastung (Intoxikation) mit einer Chemikalie oder der Summation mehrerer, niedrigdosierter Chemikalien ausgelöst. Hierzu zählen Lösemittel (wie Formaldehyd, PCB etc), Insektizide und Pestizide, Pyrethroide, organ. Chlorverbindungen etc. In der Folge entsteht eine extrem erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Dämpfen und Gerüchen von Parfüms, Benzin, Diesel, Spül- und Reinigungsmitteln, Raumluftsprays, Beimengungen in Plastikbehältern, Zigarren- und Zigaretten-Rauch und Ausdünstungen in Wohngebäuden, die nicht nach ökolögischen Prinzipien gebaut wurden.
Die Sensitivität ist dabei um den Faktor 100 - 1000 gegenüber Normalpersonen erhöht! Es besteht eine hohe Komorbidität (gleichzeitiges Auftreten zweier, vermeintlich voneinander getrennter Erkrankungen) mit dem CFS-Syndrom.
Auch hier findet man erhöhte Spiegel von iNO und Peroxinitrit, teilweise von Neopterin als Zeichen entzündlicher Vorgänge, erhöhten Oxidativen Stress, erhöhte NMDA- und Vanilloid-Rezeptor-Aktivität und erhöhte Cytokinspiegel sowie eine Verbesserung der Symptomatik nach hochdosierter Gabe von Vitamin B 12, einem Scavenger (Fänger, Neutralisator) von Peroxinitrit.
Genetische Faktoren, die zu einer erhöhten NMDA-Aktivierung und damit Übererregung bestimmter ZNS-Neurone führen, scheinen ebenfalls eine Rolle zu spielen. Path. EEG-Muster nach Chemikalienexposition bei MCS-Patienten wurden berichtet. Beachtet werden sollte eine erhöhte Sensitivität gegenüber Glutamat und Aspartat, die diversen Nahrungsmitteln beigemengt sind.
Labor-Diagnostik
Labordiagnostisch sollte überprüft werden:
Daneben sollten überprüft werden:

Sehr geehrter Herr Dr. Kersten,
nach einem Schädel.Hirn und Schleudertrauma im letzten Sommer, stand ich 6 Monat komplett neben mir…leider wurden meine Symptome wie Doppelt sehen, Wortfindungsstörung. Aufmerksamkeitsprobleme, Depressionen, Gewichtszunahme, Angst- und Panikattacken, Vigilianzstörungen, Kopfschmerzen, Persönlichkeitsveränderungen etc…nicht ernst genommen, bzw. als MS und dann posttraumatische Belastungsstörung gedeutet. Erst eine Atlaskorrektur ( habe ich mir selbst verordnet) im Dezember letzten Jahres brachte eine deutliche Besserung. Leider habe ich noch immer Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, trotz Umstellung auf LOGI Kost keine Gewichtsabnahme…immer metallisches Gefühl auf der Zunge, Aufmerksamkeits und Kraftprobleme (Muskelmüdigkeit)…mit dem Sehen (rechts) ist es auch nicht so gut bestellt….Ich komme aus Marburg und leider gibt es hier keinen Arzt, der offen für diese Fragestellung ist. Frage: Welche Untersuchungen sehen sie als <sinnvoll für mich (die üblichen Untersuchungen ergaben keine auffälligen Werte außer….Colesterin zu hoch!!!!!! und guter Eisenwert) und….da ich leider kein Privatpatient bin…welche Kosten kämen in etwa auf mich zu….die Frage muss ich leider stellen, da ich als <selbstständige 6 Monate nicht arbeitsfähig war…und auch jetzt nur 4 stunden arbeiten kann….
Für eine Antwort bin ich Ihnen dankbar.
Herzlichen Gruß aus Marburg
G. Berten
Sehr geehrter Herr Kolege Kersten,
ich habe Ihren Artikel mit großem Interesse in der KIM 04/09 gelesen und dann überlegt: na schau mal, wo Du Melatonin bekommen könntest. Unter fairvital gesucht - und bin jetzt wieder auf Sie gestoßen - was mich sehr freut, aber meine Frage noch nicht beantwortet… Vielleicht können Sie mir ja an dieser Stelle weiterhelfen.
Ansonsten gratuliere ich Ihnen zu Ihrem hervorragenden Therapieansatz - ich selbst bin anästhesiologische Schmerztherapeutin (niedergelassen in Aachen) und befasse mich vermehrt mit orthomolekularer Therapie, da ich gemerkt habe, dass uns die Schulmedizin oft nicht weiterbringt - bzw. die Sache noch verkorkster macht.
Mit herzlichen Grüßen
Hedwig Schmitz-Köppel
Sehr geehrte Frau Berten,
alles was sie schildern, spricht für eine infolge des Traumas entwickelte Mitochondriopathie durch Nitrosativen Stress. Leider wissen noch wenige Kollegen über diese Pathobiochemie Bescheid und haben auch keine Erfahrungen im Umgang mit der notwendigen Therapie.
Betroffene Patienten kommen deswegen auch von weit her zu mir werden an einem Vormittag untersucht und lassen sich dann von mir und einem Hausarzt, der kooperativ und offen sein sollte, gemeinsam behandeln.
Die Tatsache, dass Gesetzliche Krankenkassen eine derartige Behandlung nicht übernehmen, ist unfassbar und Menschen verachtend. Man kann hier versuchen mit einem ärztlichen Attest unter Verweis auf diverse Dissertationen deutscher Universitäten, die diese Zusammenhänge ganz eindeutig bestätigen, einen Kostenübernahmeantrag zu stellen. Letztlich wird es aber, so wie der Medizinische Dienst in der Regel agiert, auf eine rechtliche Auseinandersetzung hinauslaufen.
Die Kosten für eine komplette, laborchemische Untersuchung sind ff.:
Laborkosten für Selbstzahler: ca 1620 €
Untersuchung bei mir incl. zusätzl. Labortests, Anamnese, Körperl.Untersuchung , Ultraschalldiagnostik, EKG, Lungenfunktion, evtl. Bel.EKG : ca. 500-700 € ( Zeitaufwand ca. 2-3 Stunden )
Eine Therapie ist auf jeden Fall sinnvoll und bei kosequenter Anwendung auch erfolgreich. Es ist hilfreich, eine Rechtsschutzversicherung zu haben. Man darf sich die Menschen verachtende Haltung des Medizinischen Dienstes und der dahinter stehenden Krankenkassen nicht bieten lassen.
Sollte sie weitere Fragen haben, können Sie mich gerne unter 0951/2974791 anrufen.
Dr.med Wolfram Kersten
Facharzt für Innere Medizin
Naturheilverfahren
Panzerleite 82
96049 Bamberg
Sehr geehrte Frau Kollegin,
das Melatonin ist in Hochdosis vor allem bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer Syndrom, Parkinson Syndrom, Amyotropher Lateralsklerose etc. indiziert und wird hier in Zäpfchenform verabreicht. Die Zäpfchen, hergestellt nach einer Rezeptur der Neurologischen Klinik der Universität Göttingen, können in der Vitalo Apotheke in 91315 Höchstadt hergestellt werden. Telefon 09193/7575 Fax 09193/697728.
Bei schweren Krankheitsformen werden Zäpfchen a 300 mg vor dem Zubettgehen verabreicht.
Für weitere Fragen stehe ich ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.med Wolfram Kersten
Facharzt für Innere Medizin
Naturheilverfahren
Panzerleite 82
96049 Bamberg
Guten Tag,
bei mir wurde eine verminderte mitochondriale Aktivität festgestellt (77,8%) weiterhin laktat pyruvat ratio 47,6. Ich soll allle oben genannten Substanzen zuführen. Aber ich vertrage das meiste nicht. Ich habe herausgefunden, daß ich sehr gut Orthomol vital f vertrage. Qu 10 und hohe B vitamine haben meinen Zustand verschlechtert, Carnitin vertrage ich gar nicht. Ich hatte auch starke MCS und dadurch Probleme mit Med. Unverträglichkeiten. Mein labormitarbeiter hat kein Verständnis dafür, dapß ich so viel nicht vertrage. Ich möchte jetzt gerne mit Orthomol und Ölen, die mir gut tun weitermachen. Wie sehen Sie das?
DAnke für eine kurze Antwort, Christina Zerbe, Wiesbaden
Sehr geehrte Frau Zerbe,
der Mensch ist keine biochemische Maschine. Man kann die Entwicklung einer Krankheit nur verstehen und dann auch richtig angehen, wenn man alle Details der Krankengeschichte und vor allem den Betroffenen selbst und sein Lebensumfeld gut kennt.
Was Sie hier schildern, könnte durchaus im Sinne einer Mitochondriopathie interpretiert werden, allerdings kann ich hier einen gezielten Rat nicht aussprechen, da ich dazu sämtliche Befunde inklusive der Krankenvorgeschichte etc. kennen müsste. Die von ihnen “oben ausgeführten Präparate” waren in dem übermittelten Text nicht aufgelistet, so dass ich auch hierzu leider nicht Stellung nehmen kann . Auch ist es schwierig, von “Unverträglichkeiten” zu sprechen, da es sehr viele Aspekte und Interpretations-Möglichkeiten gibt, wenn es um Reaktionen auf verordnete Antioxidantien oder Vitamine geht. Es gibt auf jeden Fall Patienten, bei denen man sich nur mit größter Vorsicht und nur Schritt für Schritt an die wünschenswerte und wirksame Dosierung unterschiedlicher Präparate herantasten muss. Für detailliertere Auskünfte, die zu geben ich gerne bereit bin, benötige ich allerdings die oben genannten Unterlagen. Die Therapie einer Mitochondriopathie sollte man mit einem erfahrenen und in dieser spezifischen Fragestellung geschulten Arzt, weniger mit einem Labormitarbeiter, besprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.med Wolfram Kersten
Facharzt für Innere Medizin
Naturheilverfahren
Panzerleite 82
96049 Bamberg
Sehr geehrter Herr Kersten,
vor einiger Zeit wurde bei mir nitrosativer Stress diagnostiziert. Nun tue ich auch schon einiges dagegen (osteopatie, Vitaminbehandlungen….)
Da ich zudem extrem unter Regelschmerzen und Zyklusschwankungen leide, überlege ich mir derzeit ob ich die Antibabypille nehmen soll.
Hat die Pille irgendwelche negativen Auswirkungen auf die Sache mit dem Nitrostress??
Mit freundlichen Grüßen
Eva
Ich grüße Sie,
Vit. B 12 erscheint mir in allen Fällen doch sehr wichtig. Die Frage für mich ist aber, ob, wegen der forcierten Zellteilung, dieses Vitamin auch bei bestehendem oder operiertem Carcinom Anwendung findet, oder doch eher kontraindiziert ist ? Und wenn angewendet, in welchen Dosen ?
Ich danke Ihnen für eine Antwort.
Sehr geehrter Herr Dr. Kersten,
unter einer vorsichtigen Therapie mit Orthomol vital f über mehrere Wochen haben sich meine Beschwerden sehr gebessert. Ich kann mich körperlich auch wieder besser belasten. Ich habe unter diesen Umständen davon abgesehen, die ev. Mitochondriopathie weiter schulmedizinisch abzuklären. ALles würde da ja auf eine Muskelbiopsie hinauslaufen, was ich im Moment nicht möchte ( vertrage Lokalanästhesien sehr schlecht ). Danke aber für Ihre umfangreiche Info.Mein zuständiger Arzt ist dr. Landenberger aus Bad Tölz. Auch er war dafür, mit geringen Mengen an Vitaminen und einigen Ölen an die Sache heranzugehen. Scheinbar mit Erfolg. FAlls ich einen Bedarf sehe, mich mit Ihnen nochmals in Verbindung zu setzen, bin ich gerne bereit, notwendige Unterlagen vorlzulegen. DAnke nochmals, Chr. Zerbe
Es gibt einen neuartigen Test “mitochondriale Aktivität” z.B. beim Labor Biovis mit dem läßt sich der Zustand der Mitochondrienaktivität überprüfen. ggf. ist es sinnvoll die Mitochondrienmambranen weiter zu stärken/schützen z.B. durch Lecithin, Polyphenole etc.
MfG
Martin J.
Sehr geehrter Dr.Kersten,
Superartikel, hervorragende knappe wie erschöpfende Darstellung. Gratulation! Ich habe ähnliches und vieles bei meinen Patienten in meiner Praxis für Naturheilverfahren erfahren können. Zur Standardtherapie gehört, sowohl in der Schmerzbehandlung, wie auch der Infusionstherapie grds. i.v. B 12, Folsäure, B 6, B1 dazu. Ich denke es ist erfolgreich, denn über Patientenkontakte kann ich mich nicht beklagen.
Problem für mich, wie kommt ein Kassenpatient an Melatoninzäpfchen, der unter ALS leidet und ansonsten nur mit folgender Medikamentation: Ramipril 1-0-1,HCT 25mg 1-0-0, Tamsulosin 0,4mg 1-0-0, Magnesium BT 0-1-0 und Riluzol 50mg 1-0-1 allein gelassen wurde. Ab dem 25.09.2009 habe ich HWS Traumata behandelt, Infusionen gegeben, eine orale Therapie eingeleitet und prophylaktisch Schwermetalle ausgeleitet mit DMSA. Da der Patient eine normale Arbeiterrente bezieht, sind seine pekunären Möglichkeiten begrenzt. Ich würde befürworten, dass aufgrund auch mir vorliegender Studien, Melatoninzäpfchen gegeben werden. Ob und inwieweit die o.g. Medikamentation geändert werden muss, ist noch nicht entschieden. Ich stehe mit dem Hausarzt in Verbindung.
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
J.Marquis
Sehr geehrter Herr Dr. Kersten,
in Ihrem Vortrag vom 25.11.2009 nannten Sie B12-Vitamin von …….. (habe ich leider vergessen)
und ein weiteres Präparat zur Vorbeugung gegen Mitochondrien.
Würden Sie bitte so freundlich sein, mir den Namen des Präparates
sowie den Hersteller zu nennen, damit ich auch das richtige habe.
Hallo Herr Dr.Kersten,
ich habe mit großem Interesse einen Teil ihrer Veröffentlichungen gelesen. Ich möchte Sie ermutigen Ihr Wissen so breit wie möglich zu streuen und mit Kollegen zusammen, die so fortschrittlich sind wie Sie, Druck auf die Kassen und Vereinigungen zu machen.
Es geht hier um tausende von Patienten die teilweise seit jahrzehnten leiden und zusätzlich noch für Simulanten oder Weicheier gehalten werden. Wie sieht es mit einer Dokumentation oder Besuchen im TV aus!? Ich bin froh dass ich jetzt lebe und “erst” seit 6 Monaten mit dem Thema zwangsläufig zu tun habe, ich habe nun den richtigen Arzt an der Hand und hoffe darauf schon bald mein Leben zurück zu bekommen.
Die so weit verbreitete Symptombekämpfung ist sicher oft weitaus teuerer als eine gezielte umfangreiche Anamese und eine zielstrebige Therapie. Allerdings müsste man dann offen für neues sein, für viele Menschen leider in vielen Lebenslagen ein Problem.
Gibt es Schätzungen wie viele Patienten die sich in Psychologischer Behandlung befinden zu “unrecht” damit beschäftigt sind, weil ihre Symptome körperlich bedingt sind und relativ einfach zu lindern bzw abzustellen wären?
Beste Grüße
Dennis
Ich bin seid frühester Kindheit schwerst traumatisiert, mit einer homöopathischen Behandlung ist vieles besser geworden, auch mit Craniosacraler Therapie. Was nicht in den Griff zu bekommen ist, ist die Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, unerholsamer Schlaf.
Ich frage mich, ob nicht viel von diesen Leiden durch Homöopathie noch wirksamer gemildert werden könnte. Meine Homöopathin mag sich damit nicht beschäftigen, praktiziert auch nicht mehr. Wissen sie etwas über entsprechende homöopatische Ansätze. Ich reagiere auch auf homöopathische Mittel äußerst empfindlich, schulmedizinische Medikament waren immer eine sammlung vcn Nebenwirkungen. Eine Blutuntersuchung auf nitrosativen Stress oder Mitochondropathie läuft. Meine behandelnde Neurologin ist sehr aufgeschlossen. Wenigstens etwas.
Was halten Sie von Migra 3?
I. Schmidt
Sie schreiben:
Der Zwang zur Aktivierung der aeroben Glykolyse, einem Art „Notstromaggregat“, …
Es handelt sich hier m.E. doch um die anaerobe Form des Glucose Abbaus (Gärung). Ist mir in Ihrem Artikel in raum&zeit aufgefallen.
Sehr geehrter Herr Dr.Kersten,
in Ihrem artikel in der Raum u. Zeit Nr.163 schreiben Sie von einem BGH Urteil betr.
Nahrungsergänzungen. Können Sie mir davon ein AZ schicken oder sonstige nähere
Angaben machen, damit ich mich diesbezüglich mit meiner Priv.Krankenkasse in Ver-
bindung setzen kann? Seit 1999 leide ich unterschiedlich stark unter dem Burn out-
Syndromnach einer schweren krnifizierten rechtsseitigen Lungenentzündung. Das
nur zur Information.
Ich wünsche Ihnen wunderbare Feiertage, danke für densehr informierenden Artikel
und hoffe auf eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Jutta Heitschötter aus Marb urg
Sehr geehrter Dr. Kersten
Mein Mann leidet an ALS, diagnostizert seit knapp 3 Jahren. Er kann mit Hilfe eines Rollators noch einige Schritte gehen, alleine essen,…., aber er wird immer schwächer. Rilutek hat er nur einen Monat genommen, es dann abgelehnt. Er bekommt Selen, Vitamin C, Omega 3 und Q10, morgens Quark mit Leinöl nach Frau Dr. Budwig. Jetzt habe ich erstmalig von der Möglichkeit einer Therapie mit Melatoninzäpfchen gehört. Könnten Sie mir dazu nähere Angaben machen? Sind sie rezeptpflichtig?
Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen!
Mit freundlichem Gruß
Brigitte Oslage
Sehr geehrter Herr Dr.Kersten,
unser Sohn ist mit 3 Jahren an einem nephrotischen Syndrom erkrankt. Das bedeutet Eiweissverlust über die Nieren und Oedemansammlungen etc. Die Schulmedizin kommt hier nicht weiter, deren Therapie besteht aus Immunsuppression (Kortison, Endoxan, Cellcept,Cyclosporin A, Statine, ACE-Hemmer u.v.a)
Ich habe seit langem den Verdacht, dass unser Sohn an einer Mitochondrienpathie leidet. Dafür sprechen auch die Mangelzustände an Mineralien,Vitaminen,Fettsäuren und Aminosäuren. Daher ist es für mich ein grosses Geschenk, dass ich in Raum &Zeit auf Ihren Artikel gestossen bin. Sehen Sie hier einen Zusammenhang? R.Amann
Sehr geehrter Herr Dr. Kersten,
in Ihrem Artikel in raum&zeit “Die wahren Ursachen chronischer Krankheiten” schreiben Sie, dass nach vorliegenden BGH - Urteilen Nahrungsergänzungsmittel von privaten Versicherungen erstattet werden müßten, wenn sie zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden.
Meine Frau wird von Frau Dr. Schäffler, Vlotho, damit behandelt. Meine private Kasse lehnt jedoch die Kostenerstattung sowohl der zur Therapie verordneten Nahrungsergänzungsmittel als auch die notwendigen Laboruntersuchungen (z.B. Nitrosativer Stress, Mitochondriale Aktivität) pauschal ab.
Bitte geben Sie mir nähere Informationen zu den erwähnte BGH - Urteilen: Datum, Aktenzeichen usw. oder andere Quellen.
Mit freundlichen Grüßen
Eberhard Hoffmann, Peterstr. 9. 32423 Minden, Tel. 0571-37583
Sehr geehrter Herr Dr. Kersten,
wir sind auch sehr interessiert an dem BGH Urteil und etwaigen weiteren Informationen.
Bitte senden Sie uns Unterlagen darüber.
Mein Mein Mann ist an Prostata Krebs erkrankt (Diagnose in 01/07) und ist seit dem (mangels Kenntnis) an weiteren Organen “behandelt” worden: Blase, Niere…..
Wenn Sie noch einen Urologen kennen würden, der Ihren Kenntnisstand hat, wären wir sehr glücklich. Wir wohnen im Raum Frankfurt, allerdings sehen wir es nicht als Problem an eine Distanz zu überwinden.
Mein Mann ist jetzt endlich (außerhalb der reinen Urologie) bei Herrn Dr. Lothar Hollerbach in Heidelberg in Behandlung: auch er spricht von Mitochondriopathie und behandelt entsprechend - super!
In Voraus herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
Elke und Konrad Ohly
Sehr geehrter Herr Dr. Kersten,
vor einiger Zeit habe ich im Labor Dr.med. Ralf Kirkamm einen Test auf Nitrostress machen lassen. Ergebnis: Nitro-Phenyl-Essigsäure = 26.007 µg/g Kreatinin,
Citrullin im Urin = 13,537 mg/g Kreatinin
Methylmalonsäure im Urin/g Kreatinin = 0,178 mg/g Kreatinin.
Ich nahm blutdrucksenkende Medikamente (Ramipril 5mg, Amlodipin 5mg, HTC 50mg), als Cholesterinsenker Simvastatin 25mg, und ASS 100.
Den Cholesterinsenker habe ich abgesetzt.
Da ich mit den Blutdrucksenkern nicht so gut klar kam, der Arztsich aber stur stellte, bin ich zu einem anderen Arzt gegangen. Dieser hat die Medikamente sofort umgestellt auf Votum 20mg + 12,5 mg HTC. Er will aber, dass ich auf jeden Fall wieder mit der Einnahme von Simvastatin fortfahre.
Ich habe das Buch “Die Cholesterinlüge” gelesen und auch bei Dr. Kuklinski gefunden, dass er dringend von der Einnahme von Cholesterinsenkern abrät. Die Argumente für die “Nichteinnahme” scheinen mir sehr logisch und wissenschaftlich fundiert.
Sehr geehrter Herr Dr. Kersten, über einen Rat, was in meinem Fall die beste Vorgehensweise ist, würde ich mich sehr freuen.
Mit den besten Grüßen nach Bamberg verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Gerritzen
Sehr geehrter Herr Dr. Kersten,
herzlichen Dank und Gratulation zu Ihren sehr, sehr informativen Artikel in “Raum & Zeit” Nr. 163 und dem GANZIMMUN-Online-Seminar vom 12.2.2010.
Eine Frage dazu ist mir trotzdem geblieben.
Wie erklären sich folgende Nitrostresswerte (GANZIMMUN):
Methylmalonsäure: 0,728
Citrullin: 65,514
Nitro-Phenyl-Essigsäure: 0,000
Vorausgegangen ist aus quasi prophylaktischen Erwägungen eine fast 2-jährige Hochdosis-Therapie mit S-Acethylgluthation, Selen, Vitamin C, folsäure, Zink, Magnesium, CoEnzym Q 10, Vitamin B-Komplex, Vitamin D, Vitamin B 12-Spritzen, Curcuma. Außerdem eine regelmäßige Ausleitung mit Chlorella, Koriander und Bärlauch.
Irritierend ist für mich der hohe Citrullin-Wert, der ja wohl auf eine hohe NO-Feisetzung hinweist. Welcher Gefahrenmoment ergibt sich für die Mitochondrien aus diesem Befund? Welche Maßnahmen sind hier noch zu empfehlen? Nach der Befundung wurde noch Vitamin E-Komplex und Alpha-Liponsäure ins Behandlungsschema integriert. Worauf könnte die erhöhte NO-Bildung zurückzuführen sein?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Herzliche Grüße aus Kleve.
Manfred Hauser
Sehr geehrter Kollege Kersten
ich darf mich der Frage des Herrn Hauser anschliessen, da ich einen paralellen Fall einer Mamma Ca Patientin habe, deren Citrullin trotz aller dieser Massnahmen nicht zu normalisieren ist.
Besten Dank für eine Antwort
Allgaier